
Karl Mayer HKS Retrofit: Der umfassende Leitfaden zur Modernisierung
Alles, was Sie vor der Nachrüstung einer HKS 2, HKS 3 oder HKS 4 Kettenwirkmaschine wissen müssen: Umfang, Zeitplan, ROI und technische Entscheidungen.
Karl Mayer HKS Kettenwirkautomaten sind robuste Produktionsmaschinen — viele in den 1990er- und 2000er-Jahren gebaute Anlagen produzieren auch heute noch hochwertige Kettenwirkstoffe. Die mechanische Basis ist hervorragend. Was altert, ist die Elektronik: veraltete Platinen, HMIs ohne Herstellersupport und Antriebe, für die es keine Ersatzteile mehr gibt. Hier wird ein Elektronik-Retrofit zur wirtschaftlich sinnvollsten Investition: zu einem Bruchteil der Kosten einer neuen Maschine und für weitere 15 bis 20 Jahre Produktion.
Warum eine HKS nachrüsten statt ersetzen
Eine neue HKS 4 kostet je nach Feinheit und Ausstattung zwischen €400,000 und €600,000. Ein vollständiges SITM NEXT-Retrofit liegt zwischen €80,000 und €140,000 und nutzt das bewährte Maschinengestell sowie die vorhandenen Nadel- und Kammbarren weiter. Die Amortisationszeit beträgt in der Regel 18 bis 30 Monate — dank vermiedener Stillstandszeiten und Produktivitätssteigerungen durch eine moderne HMI.
Was ein kompletter HKS-Retrofit umfasst
- Elektronisches Kettablasssystem — geschlossene Fadenspannungsregelung als Ersatz für mechanische Regler.
- Elektronischer Warenabzug — präziser Warenabzug, für jedes Muster programmierbar.
- Elektronische Legebarrensteuerung — für HKS-EL-Varianten und Jacquardbarren.
- Schusseintragmodul — wenn die Maschine technische Textilien mit Schusseintrag produziert.
- Touchscreen-HMI — moderne Bedienoberfläche, Rezeptverwaltung, Musterbibliothek, Alarmmeldungen.
- Antriebe und SPS von Schneider Electric — 20-jährige Ersatzteilverfügbarkeit garantiert.
- Fernsupport & SCADA-Integration — jedes SITM NEXT ist ab Werk für Industrie 4.0 bereit.
Typischer Zeitplan für einen HKS-Retrofit
Von der Bestellung bis zum Produktionshochlauf sollten Sie 10 bis 14 Wochen einplanen: 4 Wochen für Engineering und Hardwarevorbereitung in Frankreich, 2 bis 4 Wochen für Installation und Inbetriebnahme vor Ort durch SITM-Techniker sowie 2 bis 4 Wochen für Bedienerschulung und Feinabstimmung. In der Regel produziert die Maschine bereits innerhalb von 3 bis 5 Tagen nach dem Einschalten verkaufsfähige Ware.
HKS 2, HKS 3, HKS 4: die Unterschiede
Alle drei Plattformen eignen sich gut für ein Retrofit. Die HKS 2 (2 Legebarren) ist die einfachste — die Engineering-Phase dauert üblicherweise 6-8 Wochen. Bei HKS 3 und HKS 4 (3 und 4 Legebarren) steigt die Komplexität der Legebarrensteuerung und Musterverwaltung, insbesondere bei EL-Varianten mit elektronischen Legebarrenantrieben. Frottierhandtuch-Varianten (KS 4 FBZ) folgen demselben Prinzip, mit einer speziellen Mustersteuerung.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich meine vorhandenen Nadeln und Platinen weiterverwenden?
Ja. Die Nachrüstung betrifft ausschließlich Elektronik, Antriebe, HMI und — optional — Kettablass- und Warenabzugsmodule. Mechanische Verschleißteile bleiben unverändert.
Ist der Retrofit mit älteren HKS aus den 1990er-Jahren kompatibel?
Ja. SITM NEXT ist eine universelle Plattform für jede Karl Mayer HKS-Generation ab den 1980er-Jahren sowie für KS, COP und Liba Copcentra.
Muss ich meine Maschine nach Frankreich schicken?
Nein. Die Techniker von SITM installieren das Retrofit vor Ort und nehmen es in Betrieb — weltweit. Wir arbeiten in EN, FR, ES und PT.
Welche Garantie bieten Sie?
12 Monate auf alle Elektronikmodule, mit einem Servicevertrag auf 24 oder 36 Monate verlängerbar.
Bereit, Ihre HKS zu modernisieren?
Senden Sie uns Modell, Seriennummer und Baujahr Ihrer Maschine — Sie erhalten innerhalb von 5 Werktagen ein detailliertes Nachrüstangebot.
